SILENT INDEXICALITY Modul 3
12. March / 20. March /21 March / 25. March - Fleeet Street Theater, Hamburg
Silent Indexicality is a three-part exchange project between cultural producers in Hamburg and Detroit. It began with research and collaborations in Detroit, continued as a remote development phase in both cities, and concludes with a presentation at Hamburg’s Fleetstreet Theater.
The project explores how history is stored in materials—records, images, objects—and how these traces can be activated in performance without simply repeating the past. It focuses on transmission through sound, text, image, and gesture, and asks: What happens when signs are no longer clearly readable? What remains when memory becomes a promise rather than proof?
The idea emerged in 2024 from a conversation between Kerstin Niemann and Thomas Baldischwyler. They connected artistic practices in Detroit and Hamburg, including the Detroit collective Pure Rave, the Institut für Feinmotorik, and artist Scott Grooves. All of them work with found or reused material—vinyl records, urban traces, shipping cartons—and transform them into new artistic forms.
At its core is the idea of indexicality: the physical link between a trace and something that once existed. While analog media point back to real events, digital systems often point to databases and platforms. The project asks what happens when this connection becomes unstable or “silent.”
The final presentation at Fleetstreet Theater in Hamburg combines installation, performance, sound, and sign language.
Silent Indexicality creates a setting to experience how digital culture reshapes memory, value, and perception—using obsolete media not as nostalgia, but as critical tools.
Check the Live Stream in March on Twitch
See also
https://fleetstreet-hamburg.de/
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@th_baldischwyler
@filter.hamburg
Silent Indexicality in Leichter Sprache
Geräusche sichtbar machen
Hier geht es darum, wie Inhalt sichtbar wird.
Dafür nutzen wir oft Listen.
Eine Liste zeigt, was drin ist.
Ein Buch hat eine Liste mit den Kapiteln drin.
Ein Musik·Album hat eine Liste mit allen Liedern drauf.
Ein Rezept hat eine Liste für alle Zutaten.
Eine Liste über Inhalte heißt: Inhalts·Verzeichnis.
Das Projekt hat einen Namen: Silent Indexicality.
Das ist Englisch.
Das spricht man so aus: Sailänt Indeksikäliti.
Silent Indexicality bedeutet: Stilles Inhalts·Verzeichnis.
Dabei geht es um wichtige Fragen:
· Wann sind Inhalte sichtbar?
· Wie zeigen wir Inhalte?
· Wie verstecken wir Inhalte?
· Wie gestalten wir Inhalts·Verzeichnisse?
Dafür gibt es hier Veranstaltungen und eine Ausstellung.
Kann man Geräusche sehen?
Heute hören Menschen Musik auf dem Handy.
Früher gab es dafür Schall·Platten.
Schall·Platten sind große Scheiben.
Sie zeichnen Geräusche auf.
Zum Beispiel Musik.
Für Schall·Platten braucht man einen Kasten mit einer Nadel.
Den Kasten nennt man: Schall·Platten·Spieler.
Man legt die Schall·Platte in den Schall·Platten·Spieler.
Dann setzt man die Nadel an die Kante von der Schall·Platte.
Schall·Platten haben Rillen drauf.
Wenn die Nadel diese Rillen berührt, hört man Musik.
Diese Rillen zeigen: Hier ist Musik drin.
Oder: Hier sind andere Geräusche drin.
Die Rillen sind wie ein Inhalts·Verzeichnis.
Dafür gibt es ein anderes Wort: Indexikalität.
Indexikalität bedeutet: Den Inhalt zeigen.
Eine Reise von Hamburg nach Detroit
Das Projekt Silent Indexicality ist von Thomas Baldischwyler und Kerstin Niemann.
Thomas ist Künstler.
Er lebt in Hamburg.
Kerstin forscht über Kultur.
Sie lebt in Hamburg und Detroit.
Kerstin macht auch das Projekt FILTER Detroit.
Das ist ein Aufenthalts·Programm für Künstlerinnen und Künstler.
Sie können aus dem Ausland nach Detroit kommen und da Kunst machen.
Kerstin hat auch Thomas nach Detroit eingeladen.
Zusammen kamen sie auf die Idee für dieses Projekt.
Das Projekt vergleicht 2 Städte:
Detroit und Hamburg.
Das Projekt ist ein Austausch von Künstlerinnen und Künstlern.
Das Projekt Silent Indexicality probiert neue Ideen aus.
Manche Ideen klappen gut.
Manche Ideen sind am Ende anders als am Anfang.
Das nennt man: Experiment.
Man schaut, was klappt.
Die Stadt Detroit
Detroit ist eine Stadt in Amerika.
Früher gab es in Detroit viele Fabriken.
Zum Beispiel für Autos.
Viele Menschen arbeiteten früher in diesen Fabriken.
Darum lebten viele Menschen in dieser Stadt.
Detroit war früher eine reiche Stadt.
Dann schlossen die Fabriken in Detroit.
Es gab plötzlich keine Arbeit mehr.
Die Menschen in Detroit wurden arm.
Viele zogen weg aus Detroit.
Die Häuser waren leer.
Sie waren kaputt.
Die Stadt war auf einmal ganz anders.
Kunst aus kaputten Dingen
Viele Leute fingen etwas Neues an in Detroit.
Sie machten neue Kunst und Musik.
Es gab viel Müll und kaputte Dinge in Detroit.
Manche Künstlerinnen und Künstler machten daraus Kunst.
Das war besonders in Detroit.
Ein Ballsaal in Detroit
Thomas Baldischwyler war letztes Jahr in Detroit.
Er hat dort mit anderen Künstlern und Künstlerinnen gearbeitet.
Er hatte einen Vorschlag: Zusammen ein Projekt beim Grande Ballroom machen.
Grande Ballroom ist Englisch.
Das spricht man so aus: Gränt Bolrum.
Das bedeutet: Großer Ballsaal.
Früher war der Grande Ballroom ein wichtiger Ort in Detroit.
Dort gab es Feste und Konzerte.
Es gab dort auch viel neue Musik.
Das war vor 60 Jahren.
Heute ist der Grand Ballroom eine Ruine.
Das Gebäude ist seit vielen Jahren leer.
Thomas hat etwas bemerkt.
Hamburg und Detroit sind ähnlich.
Musik war für beide Städte wichtig.
Beide Städte hatten wichtige Musik·Orte.
In Detroit gab es den Grande Ballroom.
In Hamburg gab es den Grünspan·Club.
Beide Orte spielten neue Musik.
Im Grande Ballroom gab es Licht·Effekte zu der Musik.
Das war früher neu und besonders.
Licht und Musik waren gleich wichtig im Grande Ballroom.
Auch im Grünspan·Club gab es Licht·Effekte zu der Musik.
Thomas hatte eine Idee:
Er wollte Hamburg und Detroit in einem Projekt verbinden.
Die Ausstellung zum Projekt
Das Projekt besteht aus Veranstaltungen und einer Ausstellung.
Beide Teile gehören fest zusammen.
Hier gibt es Dinge zu sehen:
· Kunst
· Texte
· Bücher
Manche Dinge sind an den Wänden.
Andere Dinge sind in Schau·Fensterm.
Es gibt auch Dinge in einem Glas·Kasten.
Es liegt ein Raum·Plan aus.
Auf dem Raum·Plan stehen die Infos zu allen Dingen, die man hier sieht.
Es gibt 3 Veranstaltungs·Tage:
· 12. März 2026
· 20. März 2026
· 25. März 2026
Der letzte Tag vom Projekt ist der 25. März 2026.
Man kann die Ausstellung an allen 3 Veranstaltungs·Tagen besuchen.
In der Zwischen·Zeit proben die Künstler und Künstlerinnen ihre Auftritte.
Kunst aus Musik machen
3 Künstler zeigen hier ihre Kunst:
· Scott Grooves
· Will Lawson
· Thomas Baldischwyler
Scott Grooves ist aus Detroit.
Er war einer der ersten Techno·Musiker dort.
Scott Grooves ist auch Künstler.
Hier zeigt er Kunst aus Dingen, die er gefunden hat.
Er macht von diesen Dingen Abdrücke.
In Detroit arbeiten viele Künstlerinnen und Künstler mit gefundenen Dingen.
Will Lawson ist auch aus Detroit.
Er ist Künstler.
Will Lawson benutzt für seine Kunst Computer·Programme.
Damit überprüft er Umschläge von Schall·Platten.
Dann macht er aus den Umschlägen neue Bilder.
Thomas Baldischwyler arbeitet mit Dingen, die er findet.
So wie viele Künstler und Künstlerinnen in Detroit.
Jetzt arbeitet er mit Versand·Kartons.
Thomas zeigt hier seine eigene Kunst.
Er zeigt hier auch Kunst, die er mit Scott Grooves gemacht hat.
Die Veranstaltungen zum Projekt
Es gibt 3 Veranstaltungen.
Alle Veranstaltungen haben freien Eintritt.
Es ist keine Anmeldung notwendig.
12. März
Am 12. März um 19:00 Uhr spricht Scott Grooves über seine Arbeit.
Das Gespräch dauert etwa eine Stunde.
20. März
Am 20. März um 20:00 Uhr treten Pure Rave und das Institut für Feinmotorik auf.
Sie machen eine Performance.
Performance ist Englisch.
Das spricht man so aus: Performäns.
Performance bedeutet: Auftritt.
Die Performance heißt: Silent Indexicality.
Sie dauert etwa 90 Minuten.
Pure Rave ist eine Kunst·Gruppe.
Der Name ist Englisch.
Das spricht man so aus: Pjua Räif.
Pure Rave macht Musik mit kaputten Schall·Platten.
Das Institut für Feinmotorik ist auch eine Kunst·Gruppe.
Diese Gruppe ist aus Deutschland.
Früher machte das Institut für Feinmotorik machte Musik mit kaputten Schall·Platten.
Jetzt macht die Gruppe Musik mit den Geräuschen von Schall·Platten·Spielern.
Pure Rave und das Institut für Feinmotorik machen zusammen eine Performance.
Sie machen die Perfomance mit Musik und Licht·Effekten.
So, wie früher im Grande Ballroom und im Grünspan·Club.
Bei der Perfomance gibt es Geräusche von Schall·Platten·Spielern.
Pure Rave und das Institut für Feinmotorik benutzen auch kaputte Schall·Platten.
Diese Schall·Platten spielen die Musik nicht mehr richtig.
Wenn eine Schall·Platte kaputt ist, kommt immer das gleiche Geräusch.
Das Geräusch wiederholt sich die ganze Zeit.
Diese Wiederholung nennt man: Loop.
Das ist Englisch.
Das spricht man so aus: Lup.
Was passiert, wenn ein Geräusch sich immer wiederholt?
Das ist eine Frage von Pure Rave und dem Institut für Feinmotorik.
Eine Roboter·Stimme unterbricht die Perfomance immer wieder.
Die Stimme liest verschiedene Texte.
Die Texte sind über Stille und Geräusche.
Bei der Perfomance gibt es auch Gebärdensprache.
Das ist hier genauso Kunst wie Musik und Licht·Effekte.
Die Gebärdensprache ist wie ein Körper für die Roboter·Stimme.
25. März
Am 25. März um 19:00 Uhr gibt es ein Gespräch.
Das Gespräch dauert etwa eine Stunde.
Das ist der Abschluss vom Projekt.
Es soll um viele Fragen gehen.
Ein wichtiges Thema vom Gespräch ist auch Geld.
Früher haben Musiker und Musikerinnen ihre Musik auf Schall·Platten verkauft.
Sie bekamen dafür Geld.
Davon konnten Musiker und Musikerinnen gut leben.
Heute ist Musik von Musikern und Musikerinnen im Internet.
Musik im Internet hören nennt man: Streaming.
Das ist Englisch.
Das spricht man so aus: Strimink.
Für Streaming gibt es im Internet Firmen.
Die Firmen bieten die Musik von Musikerinnen und Musikern an.
Diese Firmen verdienen viel Geld damit.
Musikerinnen und Musiker bekommen davon wenig Geld.
Sie sind von diesen Firmen abhängig.
Darum geht es auch in dem Gespräch.
Das Gespräch am 25. März ist ein Experiment.
Man probiert viele Ideen und Fragen aus.
Das Publikum kann beim Gespräch mitmachen.
Wer hat diesen Saal·Text gemacht?
Dieses Heft ist für dieses Projekt gemacht:
Silent Indexicality
Die Ausstellung findet im Fleetstreet Theater in Hamburg statt.
Die Ausstellung ist in dieser Zeit zu sehen:
12. März 2026 bis 25. März 2026.
Wer hat dieses Projekt gemacht?
• Thomas Baldischwyler
• Kerstin Niemann
Von wem ist der Text in Leichter Sprache?
• Jennifer Braun